Case Study

13 Jahre und 1.800 Produkte. Wer bestellen wollte, musste die Artikelnummer schon kennen.

Wie ein Motorsport-Spezialist aufhörte, für seine eigene Website zu bezahlen – und was sich danach konkret geändert hat.

Kunde: Niederhof Kohlefasertechnik Standort: Tutzing am Starnberger See Jahr: 2026
Niederhof Rennwagen auf der Strecke – Porsche mit Carbon-Leichtbauteilen von Niederhof Kohlefasertechnik
1.800
Produkte katalogisiert und selbst verwaltet
+10,6 %
Umsatzpotential durch Preiskalibrierung
5 Min
Erstes eigenes Update nach 13 Jahren
Die Zahlen

Was sich in Zahlen messen lässt

1.800
Produkte katalogisiert
3.198
Variationen verwaltet
+10,6 %
Umsatzpotential (ca. €246K/Jahr)
9
Benutzerdefinierte GA4-Tracking-Events

Wer ist Niederhof?

Niederhof Kohlefasertechnik baut seit 1973 handgefertigte Carbon- und GFK-Leichtbauteile für Porsche. Familienunternehmen, Tutzing am Starnberger See. Kofferraumhauben, Motorhauben, Kotflügel, Polycarbonat-Windschutzscheiben – jedes Teil per Hand gefertigt und jedes für den echten Renneinsatz gebaut, aus einem Familienunternehmen in Tutzing am Starnberger See.

Manfred Niederhof fährt seine eigenen Teile selbst im Renneinsatz. 2025 hat er den Meistertitel in der Tourenwagen Golden Ära geholt – das steht in den Ergebnislisten, nicht im Prospekt.

1.800 Produkte mit 3.198 Varianten. Einzelpreise zwischen €500 und €5.000. Kunden weltweit: Porsche-Enthusiasten, Rennteams, Restauratoren, Sammler.

Unternehmensprofil
Gründung 1973 – über 50 Jahre Erfahrung
Standort Tutzing am Starnberger See
Spezialisierung Carbon, GFK, Kunststoffscheiben (Lexan)
Fahrzeuge Porsche (911 ST bis 997), BMW M3, Corvette, Ford GT 40
Rennsport Meister 2025, Tourenwagen Golden Ära
Katalog 1.800 Produkte, 3.198 Varianten
Der Hidden-Champion-Effekt

Weltklasse-Qualität, über 50 Jahre Erfahrung, eigener Meistertitel im Rennsport. Aber online praktisch unsichtbar. Produkte zwischen €500 und €5.000 – und die alte Website kommunizierte davon nichts. Interessenten in den USA, Großbritannien und Japan konnten das Unternehmen schlicht nicht finden.

„Jedes Teil, das hier rausgeht, war vorher auf der Strecke. Wir bauen nichts, was wir nicht selbst fahren würden.“

– Manfred Niederhof, Gründer und Rennfahrer

Die vollständige Diagnose

Die alte Website war ein Relikt aus den frühen 2000ern. Was als technische Schuld begann, wurde zum Geschäftsrisiko.

Kein CMS
Jede Änderung erforderte FTP-Zugang und einen Texteditor. Kein Update ohne Entwickler.
Auf Smartphones unbenutzbar
Kein Viewport-Meta-Tag, feste Pixelbreiten, keine Breakpoints. Wer auf dem Handy kaufen wollte, hatte schlicht Pech.
Kein Anfrage-System
„Schreiben Sie uns eine E-Mail mit Bestellnummer“ war der einzige Weg. Kein Warenkorb, kein Formular, kein Tracking.
Keine Daten
Kein Tracking. Null Informationen darüber, welche Produkte angesehen, welche Seiten besucht wurden oder woher Besucher kamen.
Kryptische URLs
/content/301.php statt /produkte/kofferraumhaube-porsche-911. Nicht indexierbar, nicht merkbar, nicht teilbar.
Designkatastrophe
Neongrün und Knallgelb. Grüne Farbfilter auf Produktfotos. Für Teile, die €2.450 kosten.
Kein einziger CTA
Nirgendwo auf der gesamten Website stand, was ein Besucher als nächstes tun sollte. Besucher kamen. Und gingen.
SEO-Totalschaden
Gleicher Titel auf jeder Seite. 40+ Meta-Keywords. Keine Canonicals, kein Open Graph. Google hat die Seite ignoriert.
Screenshot der alten Niederhof Homepage mit Neongrün- und Gelb-Design
Screenshot der alten Niederhof Produktseite mit kryptischen URLs und fehlenden Produktfotos

Vorher vs. Nachher

Der bestehende Aufbau war das eigentliche Problem. Was gebraucht wurde, war ein vollständiger Neubau von Grund auf.

Dimension Vorher Nachher
Design Willkürlich: Gelb + Neongrün Kohärent: Racing Green als Markenfarbe
Mobilgeräte Auf Smartphones komplett nicht nutzbar Vollständig responsiv, Off-Canvas Navigation
Navigation Vertikale Sidebar, 11 Punkte Horizontaler Sticky-Header, 7 Punkte
Produktsuche Keine Volltext mit Fuzzy-Matching und Levenshtein-Distanz
Produktanfrage Manuelle E-Mail mit Artikelnummern Warenkorb-System mit CTA pro Variante
CMS Kein CMS (statisches PHP) Kirby CMS (Flat-File, keine Datenbank)
Analytics Keine GA4 mit 9 benutzerdefinierten Events
SEO Gleicher Titel auf jeder Seite, kein Open Graph Seitenspezifisch, Canonical, hreflang
Sprachen Nur Deutsch DE aktiv, EN vorbereitet
Homepage Vorher
Alte Niederhof Homepage mit Gelb-Grün-Farbschema und fehlenden CTAs
Homepage Nachher
Neue Niederhof Homepage mit Racing-Green-Branding und prominentem CTA
Mobil Nachher
Neue Niederhof Website auf dem Smartphone mit Off-Canvas Navigation

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Wie es gebaut wurde

Jede technische Entscheidung folgte einer konkreten Geschäftsanforderung – nicht einem Designtrend und nicht einem technischen Standard um seiner selbst willen. Hier sind die 6 wichtigsten.

Entscheidung 1
Warum Kirby CMS
Kirby läuft auf Flat-File-Basis, also ohne Datenbank und ohne erzwungene Software-Updates, was bedeutet: Niederhof kann seine Website selbst pflegen, ohne IT-Abteilung im Rücken. 5 Minuten nach der Übergabe hat er zum ersten Mal seit 13 Jahren selbst ein Update gemacht.
Entscheidung 2
Fahrzeugspezifische Filter
30+ Porsche-Modelle als Filterkategorien. Von 911 ST bis 997, plus BMW M3, Corvette, Ford GT 40. Ein Rennteam, das Teile für einen 964 RSR sucht, scrollt nicht durch 1.800 Produkte.
Entscheidung 3
Warenkorb statt E-Mail
Vorher: Artikelnummern per Hand notieren, E-Mail schreiben, hoffen. Jetzt: Warenkorb-basiertes Anfrage-System mit CTA pro Variante. Senkt die Hemmschwelle, liefert strukturierte Anfragen.
Entscheidung 4
Preiskalibrierung: +10,6 %
Stichproben bei FVD, Design911 und Stoddard zeigten: Niederhof lag bei vielen Produkten unter Marktpreis. Die Kalibrierung ergibt ein Umsatzpotential von ca. €246.783 pro Jahr – ohne die Wettbewerbsfähigkeit zu gefährden.
Entscheidung 5
Fuzzy-Suche mit Levenshtein
Porsche-Teilenummern und deutsche Fachbegriffe vertippt man. Die Suche versteht Tippfehler per Levenshtein-Distanz und phonetische Ähnlichkeit per Soundex. „Koferraumhaube“ findet „Kofferraumhaube“.
Entscheidung 6
301-Weiterleitungen für alle URLs
Jede alte URL (/content/301.php) leitet per 301-Redirect auf die neue, sprechende Adresse weiter. Google-Rankings bleiben erhalten. Bestandskunden landen nicht auf einer 404-Seite.

Business Impact

Hier sind die Geschäftsergebnisse, die sich direkt messen lassen – und die nichts mit “besserem Nutzererlebnis” zu tun haben.

Vorher: Null Online-Anfragen
Strukturiertes Anfrage-System mit Warenkorb
Kunden können erstmals direkt auf der Website eine strukturierte Angebotsanfrage senden – mit Artikelnummer, Variante und Menge.
Vorher: “E-Mail mit Bestellnummer schreiben”
Produktanfrage-Korb mit Preisanzeige
Shop-ähnlicher Flow ohne Kauf-Druck. Kunden sehen Richtpreise direkt am Produkt – und wissen, bevor sie anfragen, was sie erwarten dürfen.
Vorher: Keine Daten, keine Sichtbarkeit
GA4 mit 9 benutzerdefinierten Events
Erstmals echte Daten: Welche Produkte werden angesehen? Woher kommen Besucher? Welche Suchbegriffe laufen über die Suche?
Vorher: Preise unter Marktniveau
+€246.783/Jahr Umsatzpotential
Preiskalibrierung auf Basis von FVD, Design911 und Stoddard. +10,6 % Potential – das ist berechnetes Potential, kein bewiesener Mehrumsatz.
Vorher: Auf Smartphones komplett nicht nutzbar
Vollständig responsiv, Mobile-Score 9/10
Off-Canvas Navigation, Touch-optimierte Filter, WebP-Bilder. Wer auf dem Handy sucht, findet jetzt.
Vorher: 13 Jahre Agentur-Abhängigkeit
5 Minuten nach Übergabe: erstes eigenes Update
Niederhof hat seine Website selbst aktualisiert. Zum ersten Mal seit 13 Jahren. Ohne Anruf, ohne Agentur, ohne Rechnung.
Transparenz: Die €246.783 sind berechnetes Umsatzpotential auf Basis marktbasierter Preiskalibrierung – kein nachgewiesener Mehrumsatz. Die Berechnung basiert auf Stichproben bei FVD, Design911 und Stoddard.

„Jedes Teil, das hier rausgeht, war vorher auf der Strecke. Nicht im Labor. Nicht in der Simulation. Auf der Strecke.“

– Manfred Niederhof, Gründer und Rennfahrer

Warum dieses Ergebnis keine Überraschung war

Der Relaunch wurde nicht um den Produktkatalog herum gebaut. Er wurde um die Buyer Journey gebaut. Das ist der Unterschied.

Ein Einkaufsleiter, der Carbon-Teile für einen Porsche 964 RSR sucht, hat ein konkretes Problem und wenig Zeit. Wenn er auf der Website in unter 30 Sekunden findet, was er braucht – mit Preis, Variante und einem Klick zur Anfrage – passiert die Conversion ganz von allein.

Die alte Website zwang ihn, durch 20 Unterseiten zu navigieren, Artikelnummern per Hand abzuschreiben und eine E-Mail zu formulieren. Das Ergebnis war vorhersehbar. Er hat es nicht getan. Er hat bei der Konkurrenz bestellt.

Fahrzeugfilter, Fuzzy-Suche, Warenkorb-Anfrage, Preisanzeige – das sind keine Features. Das ist die Buyer Journey, in Code geschrieben.

Nils Enders-Brenner, Hidden Design Champion
Nächster Schritt

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